Zahn um Zahn - Kreissägen- Schleifautomat mit IPC- basierter Steuerung ProSyCon
Berlin – Manches Verfahren war schon im Mittelalter von gestern, was eine Szene aus vergangener Zeit veranschaulichen mag: Ein Mann beobachtet einen Handwerker, der unter großer Anstrengung einen Balken mit einer Säge zuschneidet. Er ruft ihm zu: „Zimmermann, du musst deine Säge schärfen!“ „Dazu habe ich keine Zeit, ich muss ja den Balken sägen,“ erwidert der Angesprochene – eine Kurzsichtigkeit, die sich Zimmerleute kaum je leisten konnten.
Neben ihnen sind heute auch viele Maschinenfabriken und Stahlbauer in ihren Produktionsanlagen auf scharfe Sägeblätter angewiesen. Statt beim fahrenden Scherenschleifer werden Industrie-Sägen regelmäßig bei Dienstleistern mit entsprechender Ausrüstung gewartet. Zu den hier eingesetzten Maschinen zählen die Kreissägen-Service-Center der Loroch GmbH, die speziell Metall schneidende Sägeblätter vollautomatisch schärfen. Die Automaten sind mit einer Industrie-PC-basierten Steuerung ausgestattet.
Schleifmaschinen vom Typ KSC beschleifen in einem Durchlauf bis zu achtzig unterschiedliche Sägeblätter aus ihrem Magazin. Die Blätter dürfen im Durchmesser – in einem Bereich von 20 bis 710 mm –, in der Zahngeometrie, der Zähnezahl sowie der Blattbohrung variieren. Zur Bearbeitung im CBN-Tiefschliff- verfahren, die pro Sägeblatt etwa fünfzehn Minuten beansprucht, nimmt ein Roboterarm an der Maschine ein Blatt vom Magazin und setzt es mit einem Schwenk auf die Schleifeinheit, in der es gespannt wird.
Der richtige Schliff
Zur Bearbeitung des Sägeblattes wird die laufende Schleifscheibe zunächst langsam herangefahren, bis ein Sensor den Kontakt mit einer Zahnspitze oder -flanke registriert. Die Steuerung speichert die erreichte Position, fährt die Scheibe ein Stück zurück und dreht das Sägeblatt um einen festgelegten Winkel weiter. In der neuen Anordnung wird der Messvorgang wiederum durchlaufen. [...]
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